Das hättet ihr nicht gedacht, dass aus meinen Blaubeeren das rauskommt….

Ich auch nicht, aber manchmal fügt sich, was sich fügen muss. In diesem Fall wollte ich mal wieder ein leckeres Blaubeer-Chutney. Ich mag es gerne auf Ziegenkäse zum Salat oder einfach zum Fleisch. Heute hatten wir aber Lust auf was ordentlich Deftiges in der Hand. Burger, wir wollten Burger. Warum nicht die Ziegenkäse, Blaubeer-Chutney Kombi auf nen Burger? Es gab etwas zweifelnde Blicke von den alteingesessenen Burgerfreaks, aber ich war mir sicher, dass es schmeckt. Los gehts.

Nachdem ich also im Schweiße meines Angesichts die Blaubeeren gepflückt habe, gibt’s erstmal das Rezept für das Chutney.

blaubeeren 017 Kopie


Das Rezept:

500 g Heidelbeeren

2 große Zwiebeln

ein paar Stiele Thymian

50 ml Aceto Balsamico

100 ml Zuckersirup

etwas Olivenöl zum anschwitzen 

Salz und Pfeffer nach belieben


Die Zwiebeln klein hacken und mit etwas Olivenöl im Topf andünsten.

Die Blaubeeren hinzufügen, kurz umrühren und mit Balsamico und Zuckersirup ablöschen.

Thymianstängel hinzugeben und einköcheln lassen.

Dauert ca 10-15 Minuten bis das Chutney eine sämige Konsistenz hat.

Abschließend noch mit Salz und Pfeffer würzen.

Fertig.

Blaubeer-Chutney

Könnt ihr direkt auch einwecken. Bei unserer Burgersause blieb aber fast nichts mehr übrig.


So, also dann zum Burger. Ich wollte schon lange mal Burger mit Süßkartoffel-Buns ausprobieren. Ich hatte bei Jens vom Blog gekleckert ein tolles Rezept entdeckt. Ich dachte mir direkt, wer sich so detailliert mit Burger, Grill und Co auseinandersetzt, der weiß wovon er spricht. Ich habe dem Rezept direkt blind vertraut und nur ein bisschen abgeändert.

Hier gehts zum Original-Rezept.

Ich finde Burger-Essen ein tolles Miteinander. Wir diskutierten also fleißig, ob das Brot nicht doch zu mächtig, das Fleisch saftig genug und die Kombination stimmig ist. Ganz schön schwierig, denn so einfach ist das ja nicht mit vollem Mund. Passt Dinkel wirklich in ein Burger-Bun? Ich sage ja. Und weil wir noch 2 Süßkartoffeln hatten, gab es direkt ein paar gesunde Pommes dazu. So kann man sich die Welt herrlich schön machen.


für die Süßkartoffelpommes

2 große Süßkartoffeln (keine Angst bei diesen Mörderburgern braucht ihr eigentlich keine Beilagen mehr)

2-3 EL Olivenöl

2-3 EL Stärke


Die Süßkartoffel waschen und in Pommesschnitze schneiden.

Für ca 1/2 Std in eine Schüssel mit Wasser zum Baden schicken.

Abgießen und trocken tupfen.

Mit 2-3 EL Speisestärke bestreuen und gut durchmengen.

Dann mit 2-3 EL Olivenöl beträufeln und ebenfalls mischen.

Ein paar Stängel frischen Thymian zugeben.

Aufs Backblech legen und mit ordentlich Salz und Pfeffer würzen.

Kleiner Tipp: Ich habe Paprikasalz verwendet.

Bei 250 Grad, bzw. das Höchste was der Ofen zu bieten hat ca. 10-15 min kross backen

Burger oben

und jetzt, I proudly present, Süßkartoffel-Buns a la gekleckert.de

Das Rezept: 

1 Süßkartoffel

115 g Butter

355 ml Milch, ich habe Fettarme verwendet

580 g Dinkelmehl

4 EL Zucker

1 1/2 TL Salz

1 Ei

1/2 Würfel frische Hefe

Sesam zum drüber streuen


Die Süßkartoffel schälen und kochen, anschließend mit dem Kartoffelstampfer weich drücken.

Die Butter schmelzen und braun werden lassen.

Abkühlen lassen und Milch unterquirlen.

Wenn das Butter-Milch-Gemisch lauwarm ist, dann die Hefe reinbröseln und 4 EL Zucker zugeben. Vorsichtig umrühren, bis alles aufgelöst ist. 10 min stehen lassen.

Die gekochte Süßkartoffel mit gesiebten Mehl uns 1 1/2 TL Salz vermischen und ordentlich kneten.

Die Hefemischung dazugeben und den Teig kräftig kneten und übereinander schlagen

Den Teig mit einem abdecken und 2 Std gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Nach der Ruhezeit den Teig nochmals durchkneten und Brötchen formen.

Wir haben Riesen-Buns gemacht, 10 Stück.

Das könnt ihr aber handhaben wie euch beliebt.

Nochmal zudecken und ca. 1/2 Stunde gehen lassen.

1 Ei mit etwas Wasser verquirlen, die Brötchen einpinseln und etwas Sesam darüberstreuen

Bei 200 Grad ca 20 min schön braun backen.

Kleiner Tipp von Jens von gekleckert.de: Die Buns, die ihr nicht benötigt, direkt einfrieren, so bleiben sie schön frisch.

Süßkartoffelbuns

Puh, seid ihr noch dabei? Es gibt noch was zu tun ;-)

für die Patties:

600 gr Rinderhack (oder wieviel ihr benötigt)

Salz und Pfeffer


Das Rinderhack ordentlich mit den Händen durchkneten, bis es schön weich und etwas wärmer wird. Es soll sich schön verbinden.

Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Mir persönlich reicht das schon. Ihr könnt das Fleisch natürlich nach Belieben würzen.

Dann entweder auf den Grill oder wie bei mir in die Pfanne.

Jeweils 2-3 Minuten von beiden Seiten anbraten.

Ziegenkäse darüber und kurz bei 180 Grad überbacken.


Dann geht´s auch schon ans Burgern. Belegt eure Buns nach belieben.

Hier auf dem Fotos Salat, Fleisch, Ziegenkäse, Blaubeer-Chutney und Bacon.

burger nah


Lasst es euch schmecken!

Eure 

Desi


Bin gespannt, was sind eure Lieblingsburger?

10 replies on “Burger-Sause: Süßkartoffel Buns mit Patties, Ziegenkäse und Blaubeerchutney

  1. Hi Desi,

    cool, dass du das Rezept für die Süßkartoffel Buns angepasst und ausporbiert hast. Das Resultat sieht verdammt gut aus.
    Bei der Sause wäre ich ja auch ganz gern dabei gewesen. Das Blaubeer Chutney klingt absolut fantastisch und ich bin eh ein Freund von einer gewissen fruchtigen Note auf dem Burger. Gerade im Sommer.

    Kompliment!

    Gruß
    Jens

  2. Boaaaah! Das ist ja der absolute Wahnsinn!
    Liebe Desi, ich bin ganz hin und weg von diesem tollen Beitrag. Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll mit der Lobeshymne: selbstgemachte Buns, Ziegenkäse auf dem Burger, Blaubeerchutney und als Krönung noch Süßkartoffelpommes. Klasse! Das klingt alles sooo lecker und sieht unfassbar gut aus. Ich hätte dann jetzt Hunger. GROSSEN Hunger! ;-)
    Gaaanz toll gemacht!
    Liebste Grüße und Drücker zu Dir :-)
    Katja

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